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03. Oktober 2022 | Wirtschaft

Regierung darf sich auf derzeitigen Arbeitslosenzahlen nicht ausruhen!

FPÖ-Wirtschaftssprecher Angerer fordert Anreize und Unterstützung für alle Lehrlinge mit der "Lehrabschlussprämie."

FPÖ-Wirtschaftssprecher Erwin Angerer.

Foto: FPÖ

„Auch wenn die Arbeitslosenzahlen derzeit niedrig sind, darf man sich in der aktuellen Situation nicht entspannt zurücklehnen, wie dies oft ÖVP und Grüne machen und so tun, also ob es die Krise samt Teuerung nicht gäbe“, sagte heute, Montag, der FPÖ-Wirtschaftssprecher Erwin Angerer.

Ganzen Industriezweigen droht Zusammenbruch

„Die Mehrkosten für Energie und die Teuerung schlagen sich immer mehr in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen nieder. ÖVP und Grüne müssen daher die Energiepreise in den Griff bekommen, damit auch die anderen Preise dauerhaft gesenkt werden können. Die Produktionskosten sind derzeit für die Unternehmen nicht nur nicht mehr kalkulierbar, sondern auch nicht mehr leistbar. Wenn diese Entwicklung so weitergeht, werden noch mehr Betriebe ihre Produktionen zurückfahren oder einstellen müssen, das Resultat sind dann Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, fehlende Roh- und Produktionsstoffe und ein Abreißen der Lieferketten“, warnte Angerer. „Überdies besteht auch eine große Gefahr, wenn Gas und Strom im kommenden Winter knapp werden, dann könnten ganze Industriezweige zusammenbrechen und hunderttausende Menschen in der Arbeitslosigkeit und Armut landen.“

Fachkräftemangel wird sich weiter verstärken

„Überdies herrscht in Österreich seit Jahren ein massiver Fachkräftemangel, der sich künftig auch demographisch noch weiter verstärken wird. Oberste Prämisse muss es daher sein, das Image der Lehre aufzuwerten, damit es für junge Menschen wieder erstrebenswert ist, eine Lehre zu beginnen und sich zu einem Facharbeiter ausbilden zu lassen“, sagte Angerer, der davon überzeugt ist, dass die Lehre eine große Zukunftschance und die beste Vorbereitung auf eine mögliche Selbständigkeit sein kann.

Mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende

Wie auch in vielen anderen Bereichen habe es die schwarz-grüne Regierung verabsäumt, rechtzeitig gegenzusteuern und den Schulabsolventen die Vorteile einer Lehre oder auch einer Lehre mit Matura darzulegen. Derzeit gäbe es in allen Bundesländern, mit Ausnahme Wien, mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende. „Jede offene Lehrstelle ist ein fehlender Facharbeiter. Dem müssen wir mit einem effektiven Modell gegensteuern, das für alle Lehrlinge gleich, unbürokratisch in der Umsetzung und eine Unterstützung für den weiteren Schritt raus aus der Lehre und rein in die berufliche und private Zukunft einer jeden Fachkraft ist“, erklärte Angerer, der hier erneut das Modell der „Lehrabschlussprämie“ vorschlug.

„Wir haben bereits mehrfach im Parlament den Antrag eingebracht, für jede erfolgreich abgeschlossene Lehre eine ‚Lehrabschlussprämie‘ in der Höhe von 10.000 Euro auszubezahlen – 5.000 Euro davon sollte der Lehrling in bar erhalten und 5.000 in Form eines Bildungsschecks zur persönlichen Weiterbildung“, so Angerer, der darlegte, dass der Antrag bislang von ÖVP und Grünen immer wieder abgelehnt wurde. „Trotzdem – und gerade wegen des dringenden Bedarfs – werden wir uns weiterhin für die berufliche Zukunft unserer Jugend sowie für die Einführung der 'Lehrabschlussprämie' stark machen - nur mit motivierten Lehrlingen und qualifizierten Facharbeitern machen wir Österreichs Wirtschaft zukunftsfit!“


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