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03. August 2017

Schimanek: „Schluss mit Alibipolitik, die nichts bringt!“

FPÖ-Frauensprecherin Carmen Schimanek fordert im NFZ-Interview ein Umdenken in der Frauenpolitik.

FPÖ-Frauensprecherin Carmen Schimanek fordert im NFZ-Interview ein Umdenken in der Frauenpolitik. Denn die „Gleichmacherei- und Gender-Paragraphen“ der Koalition lösen auf keinen Fall die aktuellen Alltagsprobleme der Österreicherinnen.

NFZ: Bericht für Aufsehen, dass Frauen um 40 Prozent weniger Pension bekommen als Männer. Ein Auftrag an die Frauenpolitikerinnen?

Schimanek: Das wäre ein Auftrag an die Frauenvertreterinnen, nur kommen dem die Kolleginnen von ÖVP, SPÖ und Grünen trotz permanenter Aufforderung von uns Freiheitlichen seit Jahren nicht nach. Sie verstecken sich lieber hinter Alibiaktionen wie dem Binnen-I, der Quotenforderung und dem Gender-Un - sinn. Nur lösen diese nicht die Probleme der Österreicherinnen, die beim geringeren Einkommen beginnen, sich bei der Kinderbetreuung fortsetzen und dann in diesen Minipensionen enden.

NFZ: Werden Sie die für 2018 geplante Neuauflage des 1997 durchgeführten „Frauenvolksbegehrens“ unterstützen?

Schimanek: Die meisten Forderungen sind leider eine Fortsetzung dieser falschen Frauenpolitik. Etwa der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für bereits drei Monate alte Babys oder die verpflichtenden 50-Prozent-Frauenquoten für Politik und Unternehmen. Das Geschlecht kann kein von der Politik verordnetes Kriterium darstellen. Außerdem ist den Menschen wichtiger, dass in der Politik wie in der Wirtschaft Inhalte umgesetzt werden und nicht, ob ein Mann oder eine Frau die Entscheidung dazu trifft.

NFZ: Halten sie die Forderung nach einem Mindestlohn von 1.750 Euro brutto für ein wirksames Mittel zur Bekämpfung des Einkommensunterschieds zwischen Männern und Frauen?

Schimanek: Dieser geforderte Mindestlohn von 1.750 Euro ist eine rein populistische Zahlenspielerei und keine realistische Maßnahme. Sie ist derzeit weit von der Möglichkeit einer Umsetzung in den Unternehmen entfernt. Diese Mindestlohnhöhe wäre vielmehr ein brutaler Arbeitsplatzvernichter. Österreich ist ein Hochsteuerland, daher wäre es viel wichtiger und wirtschaftlich intelligenter, die exorbitant hohen Lohnnebenkosten und die Steuerbelastung auf die Arbeitseinkommen zu senken. Dann wären auch höhere Löhne möglich, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Unternehmen zu zerstören.

NFZ: Ihre Forderungen an die Frauenpolitik wären?

Schimanek: Wir müssen, wie ich eingangs schon gesagt habe, weg von diesen postfeministischen Alibiaktionen. Wir brauchen hier zum Einen eine Verknüpfung mit der Familienpolitik – Stichworte: Familiengründung, Kinderbetreuung und Wiedereintritt ins Arbeitsleben – und ein mehr wirtschaftlich orientierteres Denken, um die Beschäftigungs- und Einkommensproblematik zu lösen. Das würde den Frauen viel mehr helfen, ihre Alltagsprobleme eigenverantwortlich besser lösen zu können. Staatlich verordnete „Gleichstellungsaktionen“ sind zumeist ohne Wirkung, wenn nicht gar kontraproduktiv für die Österreicherinnen.

NFZ 03.08.2017


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