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09. Februar 2017 | Medien

Stehen Medien für Ordnung oder für Anarchie?

Rund um den Akademikerball steigt die „Fake News“-Quote in den Mainstream-Blättern Jahr für Jahr rasant an.

Wenn aus Leistungsträgern der Gesellschaft „Rechtsextreme“ und aus randalierenden Staatsfeinden „friedliche Demonstranten“ werden, dann ist Wiener Akademikerball. Auch heuer regierten „Fake News“ und „alternative Fakten“ in den Redaktionen. Am Ball selbst wurden die Praktiken der Journalisten scharf kritisiert.

Es mag so etwas wie Vorahnung gewesen sein, dass in den Eröffnungsreden des 5. Wiener Akademikerballs in der Hofburg die Medien ihr Fett abbekamen. Besonders der Festredner, der renommierte Linzer Verfassungsrechts-Professor Andreas Hauer, widmete ihnen eingehende und mahnende Worte im Wissen, dass auch diesmal einige Mainstream-Journalisten unter den Ballgästen waren – selbstverständlich „undercover“.

Kein „Krawall-Ball“

Hauer kritisierte die manipulative Art der Berichterstattung, die aus einer glanzvollen Tanzveranstaltung unbescholtener Bürger einen „Krawall-Ball“ mache, „nur weil es draußen ein paar Störenfriede gibt, die gegen unsere Veranstaltung krawallisieren“. Das seien eindeutig „Fake News“. In der Hofburg befinde sich beim Akademikerball „ein Teil der Bevölkerungsgruppe, die den Staat und die Gesellschaft trägt, mit der man einen Wohlfahrtsstaat aufbauen und finanzieren kann – mit Leuten, die gehässig Schaufenster einschlagen und Polizeifahrzeuge demolieren, geht das nicht.“ Dessen müssten sich auch die Medien bewusst sein, so Hauer, „und wer das erkennt, muss sich entscheiden, wo er stehen will: Auf der Seite der bürgerlichen Ordnung oder auf der Seite der Anarchie.“ Einen Seitenhieb auf die Medien konnte sich auch der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer nicht verkneifen, der anstelle des erkrankten Bundesparteiobmanns HC Strache zum Ballpublikum sprach. Er wies auf die schwindende Rolle der Mainstream Medien vor allem bei den jungen Menschen hin: „Ich weiß es von meinen Kindern, die sehen sich diese ORF-Kanäle und diese alten Zeitungen nicht mehr an. Sie sind modern, indem sie selbstständig sind, indem sie sich ein eigenes Bild machen, indem sie frei sind. Und Freiheit ist unser höchstes Gut.“ 

Attacke auf Hofer im „profil“

Norbert Hofer war es auch, der am Tag nach dem Ball zum Ziel der Medien wurde. Im Magazin „profil“, das zuletzt ganz offen zur Wahl Van der Bellens aufgerufen hatte, „enthüllte“ ein SPÖ-naher Redakteur, dass Hofers Ballkarte aus seinem für Repräsentationszwecke vorgesehenen Spesentopf bezahlt wurde. Das ist zwar ein völlig normaler Vorgang, dennoch schrieben die übrigen Mainstream-Medien die „Story“ in anklagendem Ton fleißig ab – genauso wie praktisch alle von „friedlichen Demonstranten“ bei den linken Kundgebungen gegen den Akademikerball kündeten. Zwar litt die Gegendemo unter geringer Beteiligung, „friedlich“ war sie deshalb noch lange nicht. Es gab tätliche Angriffe auf Ballbesucher, Blockadeversuche, eine Rauchbombe in der Straßenbahn, Sachbeschädigungen an Gebäuden und vieles mehr. Tags darauf bei den ebenfalls links motivierten Kundgebungen gegen den Linzer Burschenbundball wurde sogar das Auto von Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner von mehreren Linksextremisten attackiert. Von all dem las man in den Medien wenig bis gar nichts.

Antifa-Opfer wird zum Täter

Dafür wurde aus einem Opfer linker Gewalt flugs ein Täter. Der identitäre Aktivist Martin Sellner wehrte sich mit Pfefferspray gegen einen Angriff von – nach seinen Angaben – acht linken Gewalttätern. Daraus entstanden „Fake“-Schlagzeilen wie „Identitären-Chef schoss in U-Bahn-Station um sich“ („Kronen Zeitung“) oder „Nach FPÖ-Demo: Identitären-Chef schoss um sich“ („Österreich“).

NFZ 09.02.2017


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