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28. April 2020 | Land- und Forstwirtschaft

Transparenz bei der AMA-Marketing überfällig!

FPÖ-Agrarsprecher Schmiedlechner: „Kritik an der AMA-Marketing und deren schwarzen Verflechtungen gibt es schon lange. Auch der Rechnungshof sieht ‚Unregelmäßigkeiten, Interessenskonflikte und Vergabemängel‘."

„Nicht nur in der Corona-Krise treffen wir die ÖVP-Herdendisziplin“, betonte heute,. Dienstag, der FPÖ-Agrarsprecher Peter Schmiedlechner in seinem Debattenbeitrag im Nationalrat, der dabei auf die nicht verhallende Kritik an der AMA und an ihrer hundertprozentigen Tochter AMA-Marketing GmbH. verwies.

Keine Reaktionen auf Kritik

„Die Kritik an der AMA-Marketing und deren schwarzen Verflechtungen gibt es schon lange. Auch der Rechnungshof sieht ‚Unregelmäßigkeiten, Interessenskonflikte und Vergabemängel‘. Ich habe bereits öfters auf die Vergabe von Inseraten, Unterstützungen an Vereine und Medien innerhalb des schwarzen Netzwerkes hingewiesen. Nichts hat sich getan“, kritisierte der FPÖ-Agrarsprecher.

Parlamentarische Kontrolle nötig

„Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus! Es braucht dringend eine parlamentarische Kontrolle. Um die Transparenz bei der AMA sicherzustellen, ist eine ausgewogene Besetzung des Verwaltungsrates notwendig. Ich schlage vor, dass im Verwaltungsrat der AMA Vertreter aller im Hauptausschuss des Parlaments vertretenen Parteien sitzen. Derzeit ist der Verwaltungsrat mit Vertretern der Landwirtschaftskammer, Bundesarbeiterkammer, der Wirtschaftskammer und des Gewerkschaftsbundes besetzt“, erklärte Schmiedlechner.

Bauern zahlen Werbung für Industrie und Handel

„Das spiegelt die politische Realität nicht wider und sollte schleunigst geändert werden“, bekräftigte Schmiedlechner seine Forderung und wies gleichzeitig auf weitere Missstände hin: „Die AMA-Marketing finanziert sich durch Marketingbeiträge der Bauern – konkret machen diese 19,3 Millionen Euro aus. Dies ist durchaus ungewöhnlich, die Bauern bezahlen die Werbung für die verarbeitende Industrie und für den Handel. Stellen Sie sich vor, das wäre ungefähr so, als würde ein Arbeiter für die Firma, wo er arbeitet, die Werbung zahlen“, gab Schmiedlechner zu bedenken und forderte auch hier ein Umdenken und neue Lösungsansätze.


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