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13. April 2018 | FPÖ

Vilimsky zu Untersuchungsausschuss-Absage: „Tierleid für große Fraktionen offenbar kein Anliegen“

"Die Problematik von Tiertransporten soll nun nicht in einem Untersuchungsausschuss des Europaparlaments behandelt werden, wie das über 200 Abgeordnete gefordert hatten"

225 EU-Abgeordnete unterzeichneten die Forderung nach einem Untersuchungsausschuss, um Tiertransporte aus der EU besser zu kontrollieren. „Der Untersuchungsausschuss ist gestern im Europaparlament allerdings leider nicht zustande gekommen, weil das mit Geschäftsordnungstricks verhindert wurde. Es soll lediglich eine Beschäftigung des Agrarausschusses damit geben. Das ist de facto eine Absage an den Untersuchungsausschuss und damit zu wenig, um bei Tiertransporten für eine Verringerung unnötigen Leids zu sorgen“, so Harald Vilimsky, freiheitlicher Delegationsleiter im Europaparlament und FPÖ-Generalsekretär.

„Das Leid von Tieren beim Transport scheint den großen Fraktionen im Europaparlament kein Anliegen zu sein“, erklärte Vilimsky.

360 Millionen Rinder, Schafe, Schweine, Ziegen und Pferde pro Jahr lebend transportiert

In der EU werden 360 Millionen Rinder, Schafe, Schweine, Ziegen und Pferde pro Jahr lebend transportiert – 52 Millionen Tiere davon über Landesgrenzen hinweg. Über die Hälfte der transportierten Rinder, mehr als Drittel der Kälber und drei Viertel der Schafe und Ziegen sind länger als acht Stunden unterwegs, was für die Tiere eine extreme Belastung darstellt.

Das Problem dabei ist, dass bestehende EU-Vorschriften wie etwa die Verordnung 1/2005 nicht ausreichend sind bzw. deren Einhaltung nicht ausreichend kontrolliert werden – insbesondere sobald die Transporte die EU verlassen haben.


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