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15. Mai 2018 | Islam, FPÖ

Wiener FPÖ will „Förderstopp für radikal-islamische Vereine“

FPÖ erwartet sich vom designierten Wiener Bürgermeister Michael Ludwig diesbezüglich eine 100-prozentige Kooperation mit dem Bund.

Keinen Vertrauensvorschuss und „keine Stimmen“ für Bürgermeister-Kandidat Michael Ludwig und sein Team wird es beim Gemeinderat zur Wahl des neuen Bürgermeisters am 24. Mai von den FPÖ-Mandataren geben. Das hat Klubobmann Toni Mahdalik heute, Dienstag, bei einer Pressekonferenz angekündigt. Das von Ludwig am Montag nominierte Stadtrat-Team sei „verstaubt, reformunfähig und verfilzt“, die FPÖ erwarte vom künftigen Bürgermeister keinen Kurswechsel bei „Rekordschulden, Arbeitslosenzahlen, gescheiterter Integration und Bildungspolitik“.

„Abkehr von rot-grüner Willkommenskultur und Scharia“

Kritik übte die FPÖ vor allem zum Thema Islam in Wien. Morgen, Mittwoch, wird der Gemeinderat auf Verlangen der FPÖ noch vor der Bürgermeister-Wahl unter dem Titel „Schluss mit der rot-grünen Förderung radikalislamistischer und türkisch-nationalistischer Vereinsnetzwerke!“ tagen. Die FPÖ will die Sitzung nutzen, um einen „Förderstopp für radikal-islamische Vereine“ zu verlangen. In einem Leitantrag werde die FPÖ eine „Abkehr von der rot-grünen Willkommenskultur und der Scharia“ und deren Vermittlung fordern – konkret müssten von der Stadt geförderte Kindergärten und Vereine dahingehend kontrolliert werden. Ausgezahlte Förderungen müssten zurückgezahlt, Koranverteilungen verboten und „Doppelgleisigkeiten bei der Beratung von Migranten“ beseitigt werden, sagte Mahdalik.

"Werden Ludwig an seinen Taten messen"

Ins gleiche Horn stößt FPÖ-Klujbobmann Johann Gudenus, der auch geschäftsführender Landesparteiobmann in Wien ist: Man erwarte sich hinsichtlich der Prüfung von ATIB-Vereinen, wie sie Innenminister Herbert Kickl angekündigt hatte, "eine hundertprozentige Kooperation der Stadt Wien mit dem Bund." Man werde Ludwig daran messen, "ob er bereit ist, diese Vereine und damit den verlängerten Arm des türkischen PräsidentenRecep Tayyip Erdoğan weiter zu unterstützen", betonte Gudenus.


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