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Wir haben in Österreich ein modernes Frauenbild entwickelt und wollen keine Rückschritte!

FPÖ-Frauensprecherin Ecker zu importierter Gewaltkultur: "Mädchen-Qual beginnt mit Kopftuch, mündet in Genitalverstümmelung und endet dann in Zwangsehe."

Wir haben in Österreich ein modernes Frauenbild entwickelt und wollen keine Rückschritte! -

Foto: Werner Grotte

„Genitalverstümmelung ist ein Verbrechen an unschuldigen kleinen Mädchen und jungen Frauen und ist nicht mit unseren Werten und unserer Kultur vereinbar“, sagte heute, Donnerstag, FPÖ-Frauensprecherin Rosa Ecker in ihrem Debattenbeitrag im Nationalrat. „Laut Schätzungen der Menschenrechtsorganisation SAAMA sind in Österreich davon zwischen 8.000 und 18.000 Frauen betroffen - der Großteil lebt in Wien. Genitalverstümmelung ist seit dem Jahr 2013 ein Straftatbestand“, so Ecker.

Archaischen Unsitten entschieden entgegentreten

„Genitalverstümmelung ist ein grausames Ritual und hat seine Wurzeln nicht in Österreich. Sie wird aufgrund der Einwanderung aus Ländern mit archaischen Traditionen auch bei uns durchgeführt“, betonte Ecker und meinte, „dass diese kulturell bedingte Gewalt in Österreich nichts zu suchen hat“. „Die Folgen sind nämlich enorm: Körperlich, psychisch und für viele Mädchen endet es sogar mit dem Tod – sie verbluten oder sterben an Infektionen. Wir müssen diese Gewalt an Frauen, die in diesen Familien weitergegeben wird, durchbrechen. Egal, ob die Genitalverstümmelung in Österreich oder im Rahmen einer Urlaubsreise ins Herkunftsland durchgeführt wird. Wir haben hierzulande ein modernes Frauenbild entwickelt und wollen keine Rückschritte“, betonte Ecker.

Alarmierende Zahlen aus Deutschland

„Es gibt seit dem 1. Jänner 2020 eine Meldepflicht der Krankenhäuser, wenn im Rahmen einer Geburt festgestellt wird, dass die Mutter genitalverstümmelt ist. Diese Meldung erfolgt an die Kinder- und Jugendhilfe-Träger der Länder, und bis dato werden diese nicht mit dem Ministerium verknüpft“, mahnte Ecker ein, dies endlich nachzuholen. „In Deutschland gibt es Zahlen, denen zufolge gab es im Jahr 2017 rund 50.000 betroffene Frauen und im Jahr 2020 68.000. Schon aufgrund dieser Zahlen kann man davon ausgehen, dass auch in Österreich die Zahlen weitaus höher sind als vermutet. Daher braucht es eine Statistik, denn dies bedeutet endlich auch eine Erfassung der Opfer.“

Am Ende steht dann der "Ehrenmord"

„Die traurige Lebensrealität von Frauen aus diesen Kulturkreisen ist meistens, dass es mit dem Tragen eines Kopftuches beginnt, mit der Genitalverstümmelung weiter geht und sehr oft in der Zwangsehe mit täglicher Gewalt endet. Im schlimmsten Fall lesen wir dann in der Zeitung von einem Ehrenmord“, hielt Ecker fest. Allein im Jahr 2019 habe es geschätzt mehr als 100 Zwangsverheiratungen gegeben. „Auch zu den verheirateten Minderjährigen gibt es keine Zahlen in Österreich. Im Vergleich dazu wurden in Deutschland Zahlen veröffentlicht, woraus hervorgeht, dass 994 der Verheirateten ausländischen Minderjährigen zwischen 16 und 18 Jahre waren und 361 verheiratete Kinder gar jünger als 14 Jahre“, so Ecker, die diesbezüglich in der heutigen Nationalratssitzung auch einen entsprechenden Entschließungsantrag einbrachte.

Brauchen Auflistung minderjähriger Eheleute

Demnach soll die schwarz-grüne Regierung schnellstmöglich Schritte setzen, um eine detaillierte Statistik über in Österreich bestehende Ehen, bei denen beide Ehegatten minderjährig sind oder zumindest ein Ehegatte unter 16 Jahre alt ist, zu erstellen und diese dem Nationalrat zuzuleiten.“


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