Skip to main content
04. Mai 2022 | Wirtschaft

WKÖ-Chef Mahrer muss seine Forderungen an die eigenen ÖVP-Reihen richten

FPÖ-Wirtschaftassprecher Angerer: "Die Strompreis-Kalkulation muss geändert werden, ansonsten werden wir das Problem der steigenden Preise nicht in den Griff bekommen."

FPÖ-Wirtschaftassprecher Angerer: "Die Strompreis-Kalkulation muss geändert werden, ansonsten werden wir das Problem der steigenden Preise nicht in den Griff bekommen."

Foto: FPÖ

„Trotz berechtigter Kritik an Ministerin LeonoreGewessler sollte sich WKÖ-Chef Harald Mahrer besser an die eigenen ÖVP-Nase fassen und seinen Kanzler auffordern, etwas zu unternehmen, anstatt die Verantwortung ausschließlich auf die grüne Energieministerin abzuwälzen“, sagte heute, Mittwoch, FPÖ-Wirtschaftssprecher Erwin Angerer. „Es gibt nämlich nicht nur eine Ressortverantwortung, sondern auch eine Koalition und einen ÖVP-Kanzler, den die Teuerungswelle in Österreich aber scheinbar überhaupt nicht interessiert“, so Angerer. „Während die Menschen im Land nicht mehr wissen, wie sie mit ihrem Geld die Stromrechnung bezahlen sollen, wie sie damit die teuren Lebensmittel einkaufen oder den hohen Spritpreis berappen sollen, hielt es ÖVP-Kanzler Karl Nehammer nicht einmal für nötig, zur letzten Nationalratssitzung zu erscheinen, als es um die Teuerung ging“, kritisierte Angerer.

Gratis-Kindergarten würde sofort helfen

„Die Abschaffung der kalten Progression ist eine langjährige Forderung der FPÖ, die alle anderen Parteien aber nur dann aufgreifen, wenn ihnen sonst nichts mehr einfällt. Auch Mahrers Forderung ist wieder nur viel heiße Luft, wenn es schlussendlich allen voran die ÖVP ist, die immer wieder dagegen stimmt“, sagte der FPÖ-Wirtschaftssprecher. „Die Abschaffung der kalten Progression würde aber mittel- bis langfristig nutzen. Zusätzlich braucht es aber kurzfristige strukturelle Maßnahmen wie den von uns geforderten Gratis-Kindergarten. Dieser würde sofort helfen und sowohl Familien, als auch insbesondere Alleinerziehende wesentlich finanziell entlasten“, ist sich Angerer sicher. „Zweitens ist die Politik gefordert, die Strompreis-Kalkulation, wie sie jetzt in Österreich gemacht wird – dass man sich immer am teuersten Erzeuger orientiert – zu ändern. Ansonsten werden wir das Problem der steigenden Preise nicht in den Griff bekommen.“

Expertenkommissionen statt echter Hilfe

„Es kann nicht sein, dass ÖVP und Grüne, anstatt sofort effektive Maßnahmen zu setzen und damit den Bürgern zu helfen, lieber eine Expertenkommission nach der anderen einberufen, um damit klären zu wollen, ob es in Österreich eine Inflation gibt. Eine derartige Vorgangsweise ist nicht nur unverantwortlich, sondern grob fahrlässig und gefährdet den gesamten Wirtschaftsstandort Österreich“, kritisierte Angerer, der dabei auch Energieministerin Gewessler in die Verantwortung zog, die nämlich mit ihrer verfehlten Politik dem Land mehr schade, als nütze.

Stures Beharren auf CO2-Strafsteuer ab Juli

„Das sture Beharren auf einer CO2-Steuer, die Mitte des Jahres die Preise für Haushalte und Unternehmen noch weiter in die Höhe schnellen lassen wird, ist in Wahrheit nur noch der Tropfen auf den heißen Stein“, sagte Angerer, der abermals dafür plädiert, Wirtschafts- und Energiepolitik mit Hausverstand zu betreiben. „Das Leben in Österreich muss für die Menschen lebenswert und leistbar bleiben. Was nützt uns der kompromisslose Umstieg auf E-Mobilität, wenn wir ohnehin nicht genügend Strom mit alternativen Energien produzieren und auch nicht mehr bezahlen werden können“, so Angerer.


© 2022 Freiheitliche Partei Österreichs. Alle Rechte vorbehalten.