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Es braucht jetzt einen Krisenplan für Frauen

FPÖ-Frauensprecherin Ecker zum bevorstehenden Frauentag am 8. März: "Maßnahmen der Regierung gehen an den Bedürfnissen der Frauen vorbei."

Anlässlich des bevorstehenden internationalen Frauentages am 8. März stellte die freiheitliche Frauensprecherin Rosa Ecker fest: „Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Maßnahmen wirken sich vor allem auch auf die Frauen in unserem Land aus. Frauen tragen unsere Gesellschaft durch die Corona-Krise, und viele systemrelevante Berufe sind weiblich geprägt. Sie leisten sehr viel zur normalen Familienarbeit, zum Unterricht zu Hause, zu Pflege von Angehörigen und gehen ihrer Arbeit nach. Leider ist die Arbeitslosigkeit, bedingt durch die Pandemie, auch weiblich. Somit droht Frauen durch den Verlust ihres Arbeitsplatzes ein Abrutschen in die Armut. Leider ist vor allem für Frauen, die in unsicheren oder atypischen Bereichen gearbeitet haben, die Situation massiv angespannt. Es braucht umgehend mehr und attraktive Schulungs- und Ausbildungsmaßnahmen. Es braucht jetzt einen Krisenplan für Frauen“, forderte Ecker.

Frauen landen leicht in der Armutsfalle

Schon vor der Pandemie hatten Frauen weniger Einkommen durch ihre Erwerbsarbeit, und dementsprechend niedrig fällt ein etwaiges Arbeitslosengeld aus. Diese Zeiten mit geringem Verdienst wirken sich in späterer Folge auch prekär auf den Pensionsanspruch aus. „Wir müssen darauf achten, dass die Corona-Krise nicht zur Armutsfalle für Frauen wird“, verwies Ecker auf eine aktuelle IMAS-Studie des Landes Oberösterreich. „Familie und Freunde sind ein wichtiger Bestandteil im Leben von Frauen in Oberösterreich, trotzdem möchten Frauen ihr Leben selbstbestimmt und unabhängig führen. Dazu gehört auch die finanzielle Unabhängigkeit. Teilzeit und geringere Einkommen führen aber oft dazu, dass im Alter nur eine ‚Familienpension‘ am Konto des Mannes landet. Damit fällt ein wesentlicher Faktor für ein eigenes Gestalten weg. Darum braucht es eine eigene Mindestpension unabhängig vom Partner, um Pensionistinnen nicht in Abhängigkeit zu bringen.“

Gender-Wahn hat noch keiner Frau geholfen

„Frauen sind im Alltag generell und auch in diesen Corona-Zeiten mit sehr vielen Herausforderungen konfrontiert. Propagierte Lösungen wie automatisches Pensionssplitting, Quoten in Aufsichtsräten und im öffentlichen Bereich bis zur 'gendergerechten' Sprache gehen an den wesentlichen Notwendigkeiten vorbei. Berufstätige Frauen und Alleinerzieherinnen brauchen flexiblere Arbeitszeitmodelle sowie eine individuellere Kinder- und Ferienbetreuung als Entlastung. Und Benachteiligungen im Berufsleben ab Bekanntgabe der Schwangerschaft, die es nach wie vor gibt, müssen endlich überwunden werden. Für den Wiedereinstieg nach der Karenz braucht es zusätzliche Unterstützung und Modelle“, hob Ecker hervor, dass sich Frauen zu Recht eine tatsächliche Entlastung erwarten. 80 Prozent der häuslichen Pflege wird von Frauen geleistet. Die Pflegereform zur Entlastung lässt weiter auf sich warten. Summa summarum: Die Maßnahmen der schwarz-grünen Regierung – auch vor dem Hintergrund der Pandemie - gehen an den Bedürfnissen der Frauen vorbei“, betonte Ecker.


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