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03. Mai 2022 | Finanzen, Gesundheit

Gesundheitspersonal arbeitet bis zum Umfallen - Überstunden endlich finanziell abgelten!

Allein in Oberösterreichs Spitälern wurden im Vorjahr 1,38 Millionen Überstunden geleistet, auf Urlaub wurde verzichtet - FPÖ verlangt die Auszahlung mit Zuschlägen.

„Die Schinderei und Entbehrung muss endlich auch eine finanzielle Abgeltung erfahren - Dank allein ist zu wenig!“, so heute, Dienstag, der Vorsitzende des parlamentarischen Gesundheitsausschusses und FPÖ-Gesundheitssprecher Gerhard Kaniak. „Sage und schreibe 3,13 Millionen Stunden haben Ärzte und Pflegepersonal im Jahr 2021 mehr geleistet, was einem Pensum von 140 Stunden pro Dienstnehmer entspricht. Allein in Oberösterreichs Spitälern wurden 1,38 Millionen Überstunden geleistet. Dass Urlaub und Zeitausgleich nicht konsumiert werden konnten, belastete die Mitarbeiter zusätzlich massiv. Sie haben sich daher eine Auszahlung der Überstunden mit entsprechenden Zuschlägen für diesen Knochenjob redlich verdient! Mit der raschen Vergütung ist auch den von der Teuerung besonders betroffenen Pflegekräften und Hebammen schnell geholfen“, betonte der Freiheitliche.

Riesige Lücke von 1.000 fehlenden Ärzten und Pflegern

Die Zahlen zeigen eine chronische Unterbesetzung im Gesundheitsbereich auf: „Wir weisen seit Jahren darauf hin, dass die Stellen unzureichend besetzt sind. Die Rechnung zeigt, dass die Arbeitsleistung von 1.000 fehlenden Ärzten und Pflegern vom bestehenden Personal mehr erbracht werden musste. Die Gesundheitskrise hat somit der untätig gebliebenen schwarz-grünen Regierung einmal mehr Ärztemangel und Pflegenotstand vorgeführt. Anstatt über Geheimverträge die Pharmakonzerne mit Milliarden Euro für überflüssigen und verfallenden Impfstoff zu bedenken, sollte endlich am Personal angesetzt werden - dieses ist es schließlich, das die Österreicher betreut, pflegt und heilt“, betonte Kaniak.

Pflege und Kassenverträge brauchen Aufwertung

„Die Attraktivierung der Pflege ist eine Farce. Ebenso zeigt sich dieses Bild bei den Kassenverträgen. Wer gute und für die Gesellschaft wichtige Arbeit leistet, gehört anständig entlohnt. Unter diesen Umständen und den Arbeitsbedingungen, oft fernab jeglicher Dienstvorschrift, ist es weiter kein Wunder, dass das Interesse für Berufseinsteiger ausbleibt und Ärzte privat praktizieren. Es ist ein Witz, wie einerseits Steuergeld für Impfdosen verschleudert wird, die verschenkt im Ausland entsorgt werden und gleichzeitig das Personal erschöpft und ohne Anerkennung zurückgelassen wird. Diese Regierung zeigt vor, wie man eine ehemals vorbildliche Gesundheitsversorgung komplett ruinieren kann“, so Kaniak.


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