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26. August 2019 | Inneres

Nach Vorstoß Bayerns: Kickl fordert Verlängerung der Grenzkontrollen

Bayerns Innenminister meint, die Sicherung europäischer Außengrenzen sei "noch nicht soweit" - Kickl befürchtet neuerlichen Migrantenansturm wie 2015.

Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU) will die Grenzkontrollen zu Österreich, die zuletzt im Mai bis November fixiert wurden, neuerlich verlängern. Sein Argument: Man sei mit dem Schutz der europäischen Außengrenzen noch nicht soweit. Zwar habe sich die Zahl der illegalen Grenzübertritte aus Österreich auf derzeit rund 220 im Monat reduziert, es gehe aber ebenso um die grenzüberschreitende Kriminalität und den Aufgriff europaweit gesuchter Krimineller. In diese Kerbe schlägt auch der geschäftsführende FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl, der heute, Montag, eine Verlängerung der ebenfalls im November auslaufenden Grenzkontrollen an der slowenischen und ungarischen Grenze zu Österreich forderte.

"Zahl illegaler Einwanderer nach wie vor nicht zu unterschätzen"

„Auch wenn wir in der von der ÖVP gesprengten Koalition im Kampf gegen die illegale Migration viel weitergebracht haben, ist die Zahl illegaler Einwanderer nach wie vor nicht zu unterschätzen“, betonte Kickl. Und bei einer fortgesetzten instabilen Lage in der Türkei, aber auch in einzelnen nordafrikanischen Staaten, könnten sich bald wieder hunderttausende Migranten auf den Weg machen und eine neue Migrationswelle wie 2015 ihren Anfang nehmen, warnte der ehemalige Innenminister.

"Will ÖVP ganz Nordafrika als Lehrlinge bei uns aufnehmen?"

Deshalb müsse man wachsam sein und in Österreich alle Vorkehrungen treffen, um unsere Grenzen schützen zu können. Es wäre grob fahrlässig, einfach abzuwarten und die Hände in den Schoß zu legen, betonte Kickl. „Oder wollen die ÖVP und der von ihr gesteuerte Innenminister die ganzen Nordafrikaner als Lehrlinge bei uns aufnehmen?“


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