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04. September 2019 | Bildung

Neuer Integrationsbericht zeigt Lücken bei der Integration auf

FP-Bildungssprecher Mölzer: „Wenn nach der Volksschule mehr als 8.000 Schüler eine Sprachförderung benötigen, läuft etwas schief.“

Bereits 23,3 Prozent der Österreicher, also quasi jeder Vierte, haben Migrationshintergrund. Und immer noch wächst die Zahl der Einwanderer – zuletzt, im Jahr 2018, waren es 35.000 Personen, davon fast 14.000 als Asylwerber. Im Vergleich zu 2015 (da kamen 113.000) wohl weniger, aber immer noch zu viele. Zudem gibt es mit den vielen bereits im Land befindlichen Migranten nach wie vor große Integrationsprobleme, wie dem heute, Mittwoch, präsentierten Integrationsbericht für 2018 zu entnehmen ist. Besonders häufig vertreten sind Einwanderer etwa bei den Arbeitslosen (30,7 Prozent) oder bei den Mindestsicherungsbeziehern (ein Drittel) - und bei den Schülern mit mangelnden Deutschkenntnissen.

Zahl ausländischer Schüler steigt weiter an

Das zeigt sich etwa am Bedarf von Sprachförderungen bei Schülern – und das nicht nur in den Volksschulen. Von den insgesamt 40.600 Betroffenen bundesweit besuchten 6.550 die Neuen Mittelschulen und 1.755 die AHS, also gut 20 Prozent. Und das dürfte noch nicht das Ende der Fahnenstange sein, denn die Zahl von Schülern mit ausländischer Staatsbürgerschaft steigt stetig an, im Schuljahr 2017/18 waren es bereits 15,5 Prozent aller Schüler (im Jahr davor 14,8 Prozent).

In Wiener Schulen schon 52 Prozent mit fremder Umgangssprache

Der Anteil jener Schüler, die nicht Deutsch als Umgangssprache verwenden, liegt allerdings wesentlich höher, nämlich bei 26 Prozent, in Wien gar bei 52 Prozent. Das ist im Vergleich mit dem EU- oder OECD-Schnitt überproportional hoch, besonders beim Anteil von Migrantenkindern der zweiten Generation, die vielfach ja auch schon Staatsbürger sind. Insgesamt gibt es derzeit knapp 1,1 Millionen Schüler in Österreich, für jene 618.000 aus Westösterreich beginnt das neue Schuljahr am kommenden Montag.

Türkis-blaue Regierung setzte die richtigen Maßnahmen

„Diese Zahlen geben Anlass zur Sorge und bestätigen das Bildungskonzept, das FPÖ und ÖVP auf den Weg gebracht haben, wobei dieser mit Sicherheit nicht zu Ende geschritten ist“, betonte der freiheitliche Bildungssprecher Wendelin Mölzer. Die seit Schulbeginn geltende Wiedereinführung der Ziffernnoten und Leistungsgruppen an den Mittelschulen seien erste Schritte.

"Integration ist Bringschuld jener, die hier leben wollen"

„Integration ist nur zum Teil eine Bringschuld des Staates und seiner Politik, vielmehr ist es eine Bringschuld jener Menschen, die bei uns leben wollen, und dazu gehört auch das freiwillige Bemühen, unsere Sprache zu erlernen. Deshalb schrillen bei mir alle Alarmglocken, wenn dem Bericht zu entnehmen ist, dass 26 Prozent der Schüler Deutsch nicht als Umgangssprache verwenden – in Wien sollen es gar 52 Prozent sein! Die Bildungsflucht von österreichischen Kindern in Privatschulen ist somit vorprogrammiert, denn diese zählen in den öffentlichen Schulen schon zur Minderheit, sodass deren Bildung auf der Strecke bleiben“, so Mölzer.

Wie kommt man mit schlechtem Deutsch an eine AHS?

„Die Zahlen belegen auch, dass mehr als 8.000 Schüler im Schuljahr 2017/18 an den Neuen Mittelschulen und den Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS) eine Sprachförderung benötigten – da muss an den Volksschulen wohl etwas gewaltig schieflaufen. Es stellt sich natürlich auch die Frage, wie diese Schüler den Sprung in die AHS geschafft haben. Der Nachweis von akzeptablen Deutschkenntnissen vor Antritt der Volksschule ist für einen funktionierenden Regelunterricht genauso unabdingbar wie österreichweite Standards ohne Einmischung von dubiosen Vereinen“, betonte der FPÖ-Bildungssprecher.


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