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17. Februar 2022 | Landesverteidigung

ÖVP muss sich zur eigenständigen Luftraumüberwachung bekennen

FPÖ-Wehrsprecher Bösch: "Verkauf der Eurofighter nach Indonesien vom Tisch - ÖVP steht bei Ersatz der ausgemusterten Saab 105 seit Jahren auf der Bremse."

ÖVP muss sich zur eigenständigen Luftraumüberwachung bekennen und neben dem Eurofighter (Bild) endlich Ersatz für die ausgemusterten Saab 105 anschaffen.

Foto: Werner Grotte

Wie Medien heute, Donnerstag, berichten, ist der ins Auge gefasste Verkauf der Eurofighter nach Indonesien endgültig gescheitert. Das asiatische Land tendiert anscheinend zu französischen Jets oder dem amerikanischen F-15-Modell. Für den Vorsitzenden des Landesverteidigungsausschusses und FPÖ-Wehrsprecher Reinhard Bösch ist das der richtige Zeitpunkt, um alle zuletzt bekannt gewordenen Phantasien rund um die Zukunft der heimischen Luftraumüberwachung endgültig zu begraben. „Die Verteidigungsministerin hatte im Vorjahr angedacht, die heimische Luftraumüberwachung mit 'internationalen Kooperationen' sicherstellen zu wollen. Diese Idee der möglichen Abkehr von der eigenständigen aktiven Luftraumüberwachung steht für uns klar gegen die österreichische Neutralität. Ein neutraler Staat darf seinen Luftraum nicht von Jets der NATO-Länder oder anderer Staaten überwachen lassen“, stellte Bösch klar.

Teure Luftraumüberwachung nur durch Eurofighter

Nach der Absage Indonesiens sei klar, dass die Eurofighter auch weiterhin eine wichtige Rolle in der nationalen Bundesheer-Strategie spielen. Für Bösch sei es aus Kostengründen das Gebot der Stunde, wieder eine Zwei-Flotten-Strategie zu fahren. Seit die SAAB 105-Jets in Pension geschickt wurden, müssten die Eurofighter die Luftraumüberwachung alleine stemmen, was sehr kostenintensiv sei. Bösch: „Die ÖVP steht bei der Nachfolge-Entscheidung für die SAAB-105 seit Jahren auf der Bremse, weil ihr die Landesverteidigung ganz einfach nicht am Herzen liegt. Hier muss es daher zu einem Kurswechsel kommen. Die Luftraumüberwachung muss jedenfalls vom Österreichischen Bundesheer sichergestellt werden – das ist nicht verhandelbar und auch durch die österreichische Verfassung so vorgeschrieben.“


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