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29. September 2019 | FPÖ, Wahlen

Trotz Medien-Negativkampagne: FPÖ schaffte respektable 17,3 Prozent

FP-Generalsekretär Vilimsky sieht innere Erneuerung der Partei für nötig und will rasch Vertrauen der Wähler zurückgewinnen.

rotz Medien-Negativkampagne: FPÖ schaffte respektable 16 Prozent - FP-Generalsekretär Vilimsky sieht innere Erneuerung der Partei für nötig und will rasch Vertrauen der Wähler zurückgewinnen.

Foto: FPÖ / andreas Ruttinger

Die Wahl ist geschlagen – und die ungenierten, tendenziösen, teils sogar bizarren Anti-FPÖ-Kampagnen der Medien nicht nur gegen Ex-Parteichef HC Strache, sondern auch gegen Herbert Kickl, Norbert Hofer (Gartenzaun-„Affäre“) und die FPÖ insgesamt haben offensichtlich ihre Spuren bei den Wählern hinterlassen: Nach den letzten Berechnungen des Innenministeriums (ohne Wahlkarten) vom späten Sonntag Abend holte die ÖVP mit 38,4 (+6,9) Prozent souverän Platz eins, schwer verloren hat die SPÖ mit vorläufig 21,5 (-8,7) Prozent, aber leider auch die FPÖ mit 17,3 (-8,7) Prozent. Die Neos legten mit 7,4 (+2,1) Prozent leicht zu, die Grünen schafften den Wiedereinstieg in den Nationalrat mit 12,4 (+8,6) Prozent, Peter Pilz mit seiner Liste Jetzt wiederum flog mit nur 1,9 (-2,5) Prozent hochkant aus dem Hohen Haus.

Türkis-Blau geht sich noch immer aus

An Mandaten bedeutet das für die ÖVP 73 (+11), die SPÖ 41 (-11), die FPÖ 32 (-19), die Neos 14 (+4) und die Grünen 23 (+23). An Koalitionsmöglichkeiten gibt es demnach Türkis-Blau (105 Mandate), Türkis-Grün (96) und Türkis-Rot (114). Die ÖVP hat also drei Optionen.

"Medienkeule hat uns schon sehr geschadet"

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky versuchte denn auch gar nicht, in seiner ersten Reaktion gegenüber dem ORF irgendetwas schönzureden: Man sehe in diesem Ergebnis keinen klaren Wählerauftrag für eine Fortsetzung der türkis-blauen Koalition. „Das Ibiza-Video hatten wir schon ganz gut verarbeitet, wir lagen in den Umfragen bei soliden 20 Prozent, aber die Medienkeule der letzten Woche mit den ganzen negativen Schlagzeilen hat uns doch sehr geschadet“, betonte Vilimsky.

Noch alles offen bezüglich Regierungsbildung

Nun gehe es darum, das Vertrauen der Wähler wiederzugewinnen und die Partei innerlich neu aufzustellen. Eine klare Aussage, ob die FPÖ nun fix in Opposition gehe, oder doch eine mögliche Regierungsbeteiligung anstrebe, wollte der FPÖ-Generalsekretär nicht treffen. Da sei noch alles offen.


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