Skip to main content
12. August 2020 | Aussenpolitik, Europäische Union

Türkischer Expansionskurs im Mittelmeer muss gebremst werden

FPÖ-EU-Mandatar Haider: "Erdgas-Suche türkischer Schiffe in griechischen Gewässern ist ein schwerer Angriff auf die Souveränität eines EU-Mitgliedsstaates!"

„Die Europäische Union hat die Pflicht, ihren Mitgliedern Griechenland und Zypern beizustehen, wenn ihre vitalen Interessen von einem Aggressor wie der Türkei bedroht sind“, fordert der freiheitliche Europaparlamentarier Roman Haider angesichts der griechischen Forderung nach einer Dringlichkeitssitzung der EU-Außenminister.

Kriegsschiffe als Begleitschutz

Hintergrund dieser Forderung ist die Entsendung eines türkischen Erkundungsschiffes, das unter Geleitschutz türkischer Marineschiffe in der ausschließlichen Wirtschaftszone Griechenlands nach Erdgas suchen soll. Dieses Eindringen in griechische Gewässer sei als schwerer Angriff auf die Souveränität eines EU Mitgliedsstaates zu werten, so Haider. „Diese Angriffe sind Teil eines brandgefährlichen Expansionskurses des selbstherrlichen türkischen Präsidenten. Es liegt an der EU, diesem Treiben Einhalt zu gebieten“, erklärt Haider.

Mit Dialog allein ist Erdoğan nicht zu bremsen

Allein der Dialog, wie vom EU-Außenbeauftragten Josep Borrell gefordert, werde den türkischen Machthaber nicht zum Einlenken bewegen. „Erdoğan müssen ernsthafte und schmerzhafte Sanktionen durch die EU drohen, wenn er seine Aggressionspolitik nicht aufgibt“, fordert Haider. Die EU müsse jetzt eine deutlich härtere Gangart gegenüber der Türkei einschlagen. Angesichts der wirtschaftlichen Abhängigkeit der Türkei von Europa stünden durchaus geeignete Mittel zur Verfügung.

EU muss Solidarität mit Mitgliedern zeigen

„Gegenüber solch machtbesessenen Autokraten wird ein Kuschelkurs nicht zum Erfolg führen. Die EU muss jetzt beweisen, dass sie mehr als ein Papiertiger ist und ernsthafte Solidarität mit ihren bedrohten Mitgliedern zeigen“, bekräftigt Haider.


© 2020 Freiheitliche Partei Österreichs. Alle Rechte vorbehalten.