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04. September 2018 | Asyl

Gudenus: Anschober muss klären, warum er in Kontakt mit Terror-Sympathisanten steht

Angezeigter "Hisbollah-Fan" war auf der Facebook-Seite des grünen OÖ Landesrates verlinkt.

Der grüne OÖ Landesrat Rudolf Anschober will eine 2Bleiberecht" für einen abgelehnten afghansichen Asylwerber, weil dieser eine Lehre macht - und möglicherweise Hisbollah-Fan ist.

Die Grünen Linz / wikimedia.org (CC-BY-2.0)

Auf die in manchen Tageszeitungen aufgetauchten Zweifel an der Echtheit des von der FPÖ angezeigten afghanischen "Musterlehrlings", für dessen "Bleiberecht" sich der grüne OÖ Landesrat Rudolf Anschober einsetzt, reagiert der geschäftsführende freiheitliche Klubobmann Johann Gudenus scharf: Es sei eine Schutzbehauptung Anschobers, wonach es sich bei der auf dem Facebook-Foto verlinkten Person nicht um den besagten Asyl-Lehrling aus Oberösterreich, sondern um eine andere Person handelt.

"Anschober ist für seinen Facebook-Auftritt selbst verantwortlich"

„Herr Anschober ist für seinen Facebook-Auftritt selbst verantwortlich, wenn er auf diesen Terror-Sympathisanten verlinkt oder solche Verlinkungen zulässt oder gar andere Personen mit Terror-Sympathisanten in Verbindung bringt, ist es einzig und allein seine Verantwortung. Anschober hat dringenden Erklärungsbedarf, wie sich ein Fan der antisemitischen Terrororganisation Hisbollah sich auf seinem Facebook-Account verlinken kann.“

Nicht der erste straffällige Asylwerber

Herr Anschober, der sich ja schon in der Vergangenheit für den Verbleib von einem straffälligen Asylwerber in Österreich eingesetzt habe, brauche nicht mit Taschenspieler-Tricks versuchen, die Verantwortung von sich weg zu schieben.

Gudenus stellt klar, dass er jene Person, der Terrororganisationen auf Facebook „gefallen“ und auf dem Profil des Grünen Landesrates verlinkt sind, dem Verfassungsschutz gemeldet hat. „Da ist es eine Notwendigkeit, dass der Verfassungsschutz von diesem Umstand in Kenntnis gesetzt wird.“

Hat Anschober im Nachhinein Veränderungen vorgenommen?

Tatsache sei, dass der besagte Asyl-Lehrling wochenlang bis gestern auf Anschobers Seite verlinkt war, genauso wie die Flüchtlingsbetreuerin, die ebenfalls auf den Fotos zu sehen war und offensichtlich richtig verlinkt wurde“, so FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky, der darauf verweist, dass Anschober auf seiner Seite auch nachträglich Änderungen bei Einstellungen und Verlinkungen vorgenommen haben könnte. Diese Sache wird immer ominöser. Es entsteht der Eindruck, dass man hier im Nachhinein etwas zu reparieren versucht habe, so Vilimsky.

Profil des "Terror-Likers" plötzlich gelöscht

Falls es sich tatsächlich nicht um die gleiche Person handle, müsse sich Anschober bei dem Lehrling entschuldigen, da er ihn selbst auf seiner Facebook-Seite mit einem "Terror-Liker" in Verbindung gebracht habe. Außerdem sei es eigenartig, dass das besagte Profil des beim Verfassungsschutz angezeigten anscheinend plötzlich gelöscht sei. „Anschober versucht, hier Nebelgranaten zu werfen und zu vertuschen, wo es nur geht. Dabei ist nur er selbst in dieser Causa in Pflicht und Verantwortung“, betonte der FPÖ-Generalsekretär.


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