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27. April 2022 | Frauenpolitik, Gesundheit

Frauengesundheitsbericht und Ausbau der Gender-Medizin sind überfällig!

Frauen sind mehr krank als Männer und durch Familienarbeit, Pflegetätigkeiten starken Belastungen ausgesetzt, Corona-Pandemie verschärfte die Situation.

Für die freiheitliche Frauensprecherin Rosa Ecker belegen die Zahlen klar, dass Kranken- und Rehabilitationsgeld vermehrt von Frauen bezogen werden, und dass diese mehr und länger krank sind als Männer. „Laut Beantwortung meiner Anfrage durch den zuständigen grünen Gesundheitsminister bekamen mit Stand Dezember 2021 knapp 9.000 Frauen Rehabilitationsgeld, bei den Männern waren es um 1.300 Personen weniger. Und beim Krankengeld ist die Differenz noch deutlich größer. Hier stehen 37.196 Krankengeldbeziehern beinahe 60.000 Krankengeldbezieherinnen gegenüber, es waren also mehr als 22.000 Frauen stärker von Krankheit betroffen als Männer. Die Gründe dafür sind bekannt: Frauen sind allgemein schon starken Belastungen ausgesetzt. Sie leisten Familienarbeit, Pflegetätigkeiten, und dann verschärfte die Corona-Pandemie die Situation noch zusätzlich. Die Entwicklungen wurden und werden von Regierungsseite ignoriert. Bereits im Juni 2020 habe ich einen Entschließungsantrag eingebracht, wonach ein Frauengesundheitsbericht und Maßnahmen, die sich auf die akuten Auswirkungen beziehen, nötig sind. Tatsache ist, dass besonders die psychische Gesundheit und die Forcierung der Gender-Medizin im Fokus stehen müssen. Der Antrag fand keine Mehrheit. Ich freue mich, dass die Regierungsparteien nun anscheinend klüger wurden und dazugelernt haben, wenn es nunmehr diesen gemeinsamen All-Parteien-Antrag gibt.“

Corona-Impfstudie bei Schwangeren dringend nötig

„Unser Antrag zur gendergerechten Medizin und zur Durchführung einer Corona-Impfstudie über Schwangere und Kinder ist leider nicht zur Gänze im Allparteienantrag eingearbeitet. Für uns ist die Thematik mit diesem Allparteienantrag auch nicht miterledigt – leider gibt es dafür heute aber wieder keine Mehrheit. Obwohl es sich noch immer um eine Off-Label-Anwendung handelt, wird die Impfung allen Frauen mit Kinderwunsch, Schwangeren und Stillenden empfohlen. Eine Schwangerschaft ist schon ein Stresstest für den weiblichen Organismus, und normalerweise wird gerade in dieser Phase von nicht unbedingt notwendigen Behandlungen und Medikamenteneinnahmen abgeraten, keine Kopfschmerztabletten, oft nicht einmal Antibiotikum – aber die Covid-Impfung wird empfohlen, und das zeigt schon große Widersprüche auf“, betonte Ecker.

Spätfolgen und Nebenwirkungen nicht auschließbar

Beim öffentlichen Hearing im letzten Gesundheitsausschuss habe sie die anwesenden Experten gefragt „ob es belegbar ist, dass Spätfolgen der Impfung für Mutter und Kind in weiterer Folge“ ausgeschlossen werden können. Laut entsprechender Antwort sei es aus heutiger Sicht nicht möglich, Spätfolgen auszuschließen. Frauen seien bei der Covid-Impfung zudem mehr von Nebenwirkungen betroffen als Männer, mahnte die FPÖ-Frauensprecherin die fehlenden entscheidenden basalen Daten ein.

Frauen leben länger, sind aber nicht gesünder

„Es ist kein Geheimnis, dass Frauen und Männer unterschiedliche Symptome bei Erkrankungen haben können - Stichwort weiblicher Herzinfarkt. Bekannt ist auch, dass Medikamente bei Frauen eine andere Wirkung haben können als bei Männern. Leider sind die Probanden in der Forschung in erster Linie männlich. Frauen leiden auch öfter an Nebenwirkungen von Medikamenten. Frauen leben länger, sind aber nicht gesünder. Die gesundheitlichen Folgen für die betroffenen Frauen sind enorm und auch die finanziellen Auswirkungen auf das Gesundheits- und Sozialsystem beträchtlich. Wir erwarten uns, dass dieser Allparteienantrag ambitioniert umgesetzt wird und nicht nur als Aktion zum Weltfrauentag im Gedächtnis bleibt“, forderte Ecker.


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