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16. Oktober 2019

FPÖ-Rauch: „EU muss die ‚tschechischen Atomfantasten‘ endlich in die Schranken weisen“

Wien (OTS) - Wie heute seitens des tschechischen Industrieministers Havlicek bekanntgegeben, strebt Tschechien einen Ausbau des Atomkraftwerks Temelin an. Der freiheitliche Umweltsprecher NAbg. Walter Rauch kritisierte diese Pläne scharf und betonte: „Zuerst Dukovany und nun Temelin. Tschechien entwickelt sich immer mehr zum Pulverfass für Europa. Die Europäische Union muss nun einschreiten.“

Laut tschechischer Seite kann ein Ausbau des Atomkraftwerks durch den Ausbau von erneuerbaren Energien nicht vermieden werden. Für Rauch ist diese Begründung völlig absurd. „Tschechien ist schlicht und einfach nicht gewillt, auf erneuerbare Energien zu setzen. Sich mit derartigen Ausreden aus der Verantwortung zu stehlen, ist einer europäischen Bundesregierung nicht würdig“, so Rauch.

„Die EU muss die ‚tschechischen Atomfantasten‘ endlich in die Schranken weisen. Der Ausbau von Dukovany und Temelin sollte ein klares Alarmsignal sein. Ein Alarmsignal, das nicht ignoriert werden darf. Die EU muss daher einschreiten und den Ausbau mit allen Kräften verhindern. Die EU kann nun zeigen, wie wichtig ihnen die Klima- und Energiepolitik ist. Schluss mit den ständigen Worthülsen und Lippenbekenntnissen. Jetzt hat man die Zügel der Entscheidung in der Hand“, betonte Rauch.

„Es kann nicht sein, dass die meisten europäischen Staaten auf erneuerbare Energien setzen und ihre Hausaufgaben machen, Tschechien aber nicht. Tschechien muss daher schnellstens auf den Weg der erneuerbaren Energien gebracht werden. Ein weiterer Ausbau gefährdet nicht nur Österreich, sondern ganz Europa“, sagte Rauch.

Für den FPÖ-Umweltsprecher ist klar, dass der Ausbau auch der fehlgeleiteten Klima- und Energiepolitik der EU geschuldet ist. „Dank EURATOM-Vertrag werden Atomkraftwerke in Europa nach wie vor gefördert. Diese Lücke muss endlich geschlossen werden. Ein Förderstopp ist oberstes Gebot. Die FPÖ kritisiert diese Entwicklungen seit Jahren. Seit Jahren wird aber auch tatenlos zugesehen. Mit dem derzeitigen Kurs bewegt sich Europa in jedem Fall in die europäische Steinzeit“, so Rauch.


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