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22. April 2021 | Gesundheit, Wirtschaft

Gastro-Regeln: Maximaler wirtschaftlicher Schaden ohne gesundheitlichen Nutzen

Gasthäuser nachweislich kein Infektionstreiber - geplante Eintrittstests vertreiben Laufkundschaft.

Die Bundesregierung plant anscheinend die Wiedereröffnung der Gastronomie im Mai mit Eintrittstests. Wie bereits via „Kronen Zeitung“ durchgesickert ist, soll es drei Regeln geben: Test, Maske und Abstand, wobei der Eintrittstest offensichtlich fixiert ist – Verhandlungen gibt es laut Zeitung noch über eine Gäste-Begrenzung pro Tisch sowie einen Mindestabstand zwischen den Tischen. Für FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer und FPÖ-Wirtschaftssprecher Erwin Angerer verdient dieses Modell den Titel „Kompliziert zum Wirt“: „Es ist eine gläserne Hürde für das Ende des 'Lockdown'. Vor allem jene Gastronomiebetriebe, die in erster Linie von Laufkundschaft leben, werden durch die Eintrittstests schweren Schaden nehmen. Wer nach einer Einkaufstour noch schnell einen Kaffee trinken möchte, der hat keinen Testnachweis in der Tasche.“

Ausreichende Sicherheitsmaßnahmen

Hofer vermisst auch die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme: „Seit Anfang November 2020 ist die Gastronomie in Österreich geschlossen – trotzdem gab es seitdem immer wieder Wellenbewegungen bei den Infektionszahlen. Das zeigt deutlich, dass die Gastronomie kein Infektionstreiber ist. Die Sicherheitskonzepte im Gastrobereich haben funktioniert und sind auch jetzt ausreichend. Durch die Eintrittstests wird von der Regierung der maximale Schaden ohne nachweisbaren Nutzen zur Entlastung der Spitäler angerichtet.“

Ungleichbehandlung Handel-Gastronomie

Erwin Angerer sieht auch eine Ungleichbehandlung zwischen den Branchen Handel und Gastronomie: „Wer zum Wirt geht, dort Abstand hält, beim Betreten und Verlassen eine Maske trägt und gemütlich ein Schnitzel isst, der ist mit Sicherheit nicht gefährlicher als jemand, der ein Shoppingcenter besucht. Und dort wird es aus gutem Grund keine Eintrittstests geben.“

Entscheidungen brauchen Verhältnismäßigkeit

Die beiden FPÖ-Politiker appellieren abschließend an die Bundesregierung, auf die Verhältnismäßigkeit in ihren Entscheidungen zu achten: „Wir sind für ein breites Test-Angebot für die Menschen, das diese freiwillig nützen können, aber klar gegen den Eintrittstest in der Gastronomie.“


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