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15. November 2022 | Budget, Finanzen, Parlament, Sport

Mehr Geld allein genügt nicht, um den Sport in Österreich nachhaltig zu fördern

FPÖ-Sportsprecherin Steger: "Es kommt zu wenig Geld direkt bei den Sportlern an – es versickert in den Verbänden mit SPÖ- und ÖVP-Nähe."

„Ich habe Sie in der Vergangenheit nicht ohne Grund als schlechtesten Sportminister aller Zeiten bezeichnet. Im aktuellen Budget haben Sie endlich eine freiheitliche Forderung erfüllt und die 'Besondere Sportförderung' um 40 Millionen Euro erhöht. Das Hauptproblem dabei ist allerdings, dass zu wenig Geld bei den Sportlern ankommt und stattdessen in den Sportverbänden mit Nähe zu SPÖ und ÖVP versickert“, kritisierte heute, Dienstag, FPÖ-Sportsprecherin Petra Steger in der Debatte um das Budget 2023 im Nationalrat.

Stukturelle Reform der Sportförderung fehlt

Es sei der grüne Sportminister gewesen, der mit der "Lockdown-Corona-Politik", der Sperre von Sportstätten, "2G" und viel zu spät ausbezahlten Corona-Hilfen nicht nur den Vereinssport massiv geschädigt habe, sondern dadurch auch insgesamt einen negativen Effekt auf die Gesundheit der Österreicher erzeugt habe. Steger: „Anstelle die für 2023 geplante Budgeterhöhung aber nun dafür zu nützen, um auch eine strukturelle Reform der Sportförderung durchzuführen, wird mit dem Gießkannenprinzip gearbeitet. Dadurch kommt zu viel Geld bei den Sportverbänden und zu wenig bei Sportlern und Vereinen an.“

Sportminister Kogler hat weitere Chance vertan

Die FPÖ-Sportsprecherin hatte gehofft, dass durch die Installation des früheren grünen Sportsprechers Dieter Brosz in der Sportsektion des Ministeriums hier Änderungen auf den Weg gebracht werden, denn schließlich sei Brosz noch in seiner aktiven Zeit als Politiker immer für diese Reform der Sportförderung eingetreten. Dieser Umstand sei eine weitere vertane Chance von Sportminister Werner Kogler.

Vereine leiden noch immer unter "Lockdown"-Nachwirkungen

Im Sportbudget 2023 seien keine Corona-Hilfszahlungen mehr enthalten. „Ich hoffe, dass damit auch 'Lockdowns' im Sport Geschichte sind. Allerdings leiden die Vereine noch jahrelang an den Folgen der falschen Corona-Politik. Es wäre daher gut gewesen, den 'Sportbonus' zu verlängern, den Vereine für die Werbung neuer Mitglieder in Corona-Zeiten bekommen haben. Der Effekt ist längst verpufft, und angesichts der Teuerung haben auch Sportvereine höhere Kosten, die sie dann auf ihre Mitglieder abwälzen müssen, wodurch wieder der eine oder andere mit dem Sport aufhört“, gab die FPÖ-Sportsprecherin zu bedenken.

181 Millionen höhere Energiekosten für Vereine

Die explodierenden Energiekosten seien vor allem für Sportvereine ein großes Problem und würden Mehrkosten in der Höhe von 181 Millionen Euro verursachen – im Sportbudget seien jedoch nur 15 Millionen für den Energiekostenausgleich vorgesehen. „Wenn der grüne Sportminister hier nicht bald aktiv wird, dann schlittert der Sport nach der Corona-Krise gleich in die nächste Krise. Viele Vereine werden dann zusperren müssen. Das muss verhindert werden!“, zeigte sich Steger überzeugt.

FPÖ-Antrag für höhere „pauschale Reiseaufwandsentschädigung“

Um den Vereinen steuerlich unter die Arme zu greifen, brachte die freiheitliche Sportsprecherin einen Antrag ein, mit dem die „pauschale Reiseaufwandsentschädigung“ auf zumindest monatlich 700 Euro und täglich 80 Euro erhöht werden soll. Dieser Kostenersatz ist in den letzten 13 Jahren nie erhöht worden.


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