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18. März 2017 | Bildung

Mölzer: „Bildungsreform“ einmal mehr Etikettenschwindel

Kernprobleme im Bildungswesen werden nicht aufgegriffen

Am Freitag wurde das neue Schulautonomiepaket von SPÖ-Bildungsministerin Sonja Hammerschmid präsentiert. Der Kern der Bildungsreform geht also nun – zusammen mit der neuen Schulverwaltung – in Begutachtung. Die größte Änderung in diesem Paket sind die Cluster, zu denen sich bis zu acht Schulen zusammenschließen können sollen, die von einem Leiter geführt werden. Zudem werden erstmals alle Lehrer zentral über das Bundesrechenzentrum abgerechnet und die Verwaltung soll zukünftig, wie jetzt schon in den östlichen Bundesländern, unter einem Dach erfolgen. Außerdem soll die Schulautonomie den Standorten mehr Gestaltungsspielraum geben, indem die Direktoren unter anderem über Klassengrößen und Dauer der Unterrichtseinheiten entscheiden und ihre Lehrer auswählen dürfen. Kritik hagelt es seitens der Freiheitlichen, da dieses Paket die Kernprobleme im Bildungswesen nicht aufgreifen würde. „Wie schon mehrfach aufgezeigt wird dieses Schulautonomiepaket keinerlei Verbesserungen in der Schulverwaltung bringen, sondern ganz im Gegenteil zu einem weiteren Kompetenzwirrwar führen“, so der FPÖ-Bildungssprecher Wendelin Mölzer.

FPÖ lehnt neues „Reförmchen“ ab

„Nicht alleine der Widerstand der Lehrergewerkschaft wird dazu führen, dass dieses Paket im besten Fall mit ideologisch motivierten Grünen ihre gerade noch 2/3 Mehrheit im Nationalrat finden wird. Die Freiheitlichen werden diesem ‚Reförmchen‘ auf keinen Fall zustimmen, zumal einmal mehr die Kernprobleme im Bildungswesen nicht aufgegriffen werden“, betonte Mölzer. Die einzige Neuerung in diesem Paket seien die sogenannten Schulcluster, doch auch hier sei durch ein Kompetenzwirrwar eine rasche Umsetzung nicht zu erwarten, so der FPÖ-Bildungssprecher. „Wenn die Ministerin dabei auf die Rettung von Kleinstschulen hofft, ist das zwar absolut positiv, kommt jedoch für zahlreiche kleine Schulen im ländlichen Raum, die bereits geschlossen sind zu spät“, so Mölzer.


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