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31. März 2020

Schnedlitz: Maskenchaos schon vor dem geplanten Ausgabestart

Handel wurde vom Plan des Kanzlers überrumpelt

Der gestrige „Marketing-Auftritt“ der Bundesregierung – manchen auch als Pressekonferenz bekannt – hat ein böses Nachspiel. Der Plan von Bundeskanzler Sebastian Kurz, schon ab morgen mit einer großflächigen Ausgabe von Schutzmasken an den Eingängen der Lebensmittelmärkte zu beginnen, ist offenbar nicht mehr als ein Wunsch. Der Geschäftsführer des Handelsverbandes zeigte sich ob der Ankündigung des Kanzlers überrumpelt, sprach von einem „unmöglichen“ Vorhaben und kündigte an, mit der Schutzmaskenausgabe am Mittwoch lediglich in einigen ausgewählten Filialen beginnen zu können.

„Pleiten, Pech und Pannen werden von Tag zu Tag mehr!"

Im Interview auf oe24.tv berichtete Rainer Will vom Handelsverband von chaotischen Zuständen bei der Maskenbestellung. Oft würden Bestellungen um Tage oder sogar Wochen nach hinten verschoben. Von vier Millionen Schutzmasken, die der Handel täglich benötige, sei jedenfalls nichts in Sicht. Für FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz ist das ein weiteres Kapitel im Regierungskrisenmanagement: „Pleiten, Pech und Pannen werden von Tag zu Tag mehr. Es ist einfach unseriös, zu Mittag der Bevölkerung eine weitere Sicherheitsmaßnahme zu präsentieren, von der man selbst weiß, dass es lange dauern wird, bis diese Maßnahme flächendeckend umgesetzt sein wird. Das ist unehrlich und wirkt alles andere als beruhigend auf die Menschen.“ Mit manchen Händlern wurde offenbar gar nicht gesprochen. Die „Nah&Frisch“-Gruppe monierte, im Vorfeld überhaupt nicht über die Maßnahme informiert worden zu sein. Der „Nah&Frisch“-Geschäftsführer sprach von einem Versagen der Informationspolitik.

Aber nicht nur die Umsetzung, auch die Finanzierung dürfte noch Gegenstand von Gesprächen sein. Während der Kanzler eine Kostenübernahme durch den Handel sieht, wird dort auf Entschädigungen gepocht, da der Handel das „nicht auch noch stemmen“ könne. „Die Bundesregierung gibt hier ein erschreckendes Bild ab. Leidtragende sind die Menschen unserer Heimat, die sich von der Regierung klare Worte und Hilfe erwarten“, hält FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz abschließend fest.


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