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Öffnungsfahrplan der Regierung für Gastronomie, Hotellerie und Kultur bringt keine Jubelstimmung

FPÖ-Bundesparteiobmann Hofer: "Besonders unverständlich: Neben den Eintritts-Tests soll noch eine zusätzliche Registrierungspflicht kommen."

Öffnungsfahrplan der Regierung für Gastronomie, Hotellerie und Kultur bringt keine Jubelstimmung - FPÖ-Bundesparteiobmann Hofer: "Besonders unverständlich: Neben den Eintritts-Tests soll noch eine zusätzliche Registrierungspflicht kommen."

Foto: FPÖ

In vier Wochen will die Bundesregierung die Wiedereröffnung der Bereiche Gastronomie, Hotellerie und Kultur durchführen. Aufgrund der Eintrittstests, die beim Besuch von Restaurants, Hotels oder Theater künftig vorgewiesen werden müssen, könne man den Plan jedoch nicht wirklich als großen Befreiungsschlag werten, als der er von Regierungsseite verkauft wird – und FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer gibt zu bedenken: „Mitte März wurde die Öffnung der Gastgärten ab Anfang April versprochen – das hat nicht gehalten. Ganz im Gegenteil: Die Ost-Region ist in einen 'harten Lockdown' gegangen. So etwas darf sich nicht mehr wiederholen. Die Betriebe brauchen Planbarkeit. Es müssen Mitarbeiter wieder angestellt, Lebensmittel eingekauft werden. Der Vorlauf ist arbeits- und kostenintensiv, daher muss das Datum für die Eröffnung diesmal wirklich halten.“

"Grüner Pass" schon ab Mitte Mai sinnvoll?

Irritiert ist der FPÖ-Bundesparteiobmann, dass der Kanzler schon ab Mitte Mai voll auf den „grünen Pass“ setzt, der zum Eintritt in Restaurants, Hotels und Kulturbetriebe berechtigen soll: „Der Kanzler spricht von drei Millionen Menschen, die zu diesem Zeitpunkt zumindest einmal geimpft sein sollen. Diese Zahl ist angesichts der bisherigen Ereignisse in der Impfstoffbeschaffung überaus gewagt.“ Es stelle sich zudem die Frage, warum sich Menschen ab dem 19. Mai beim Besuch eines Gastronomiebetriebes oder einer Kulturveranstaltung registrieren müssen, wo doch der Zutritt ohnehin nur für Inhaber des „grünen Passes“ möglich sein soll. Insgesamt sieht Hofer in den neuen Regelungen das Einführen einer indirekten Test- oder Impfpflicht, was von der FPÖ abgelehnt wird, da es zu einer weiteren Spaltung der Gesellschaft führe.

Lokale mit viel Laufkundschaft als Verlierer

Die heute angekündigten Regeln für die Wiedereröffnung der Gastronomie sind in den Augen des FPÖ-Parteiobmanns auch aus wirtschaftlicher Sicht nicht zielführend: „Vor allem jene Gastronomiebetriebe, die in erster Linie von Laufkundschaft leben, werden durch die Eintrittstests schweren Schaden nehmen. Wer nach einer Einkaufstour noch schnell einen Kaffee trinken möchte, der hat in den allermeisten Fällen keinen Nachweis eines negativen Corona-Tests in der Tasche.“

Gastronomie ist kein Infektionstreiber

Hofer erinnert daran, dass Gastronomie seit Anfang November 2020 geschlossen ist – trotzdem gab es seitdem immer wieder Wellenbewegungen bei den Infektionszahlen. Das zeigt deutlich, dass die Gastronomie kein Infektionstreiber ist. Die Sicherheitskonzepte im Gastrobereich haben funktioniert und sind auch jetzt ausreichend. "Durch die Eintrittstests wird von der Regierung der maximale Schaden ohne nachweisbaren Nutzen zur Entlastung der Spitäler angerichtet. Wer zum Wirt geht, dort Abstand hält, beim Betreten und Verlassen eine Maske trägt und gemütlich ein Schnitzel isst, der sei mit Sicherheit nicht gefährlicher als jemand, der ein Shoppingcenter besucht. Und dort werde es aus gutem Grund keine Eintrittstests geben, so der FPÖ-Bundesparteiobmann.


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