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22. Jänner 2021 | Verkehr, Wirtschaft

Schwarz-Grüne Politik am Automobilsektor schädigt Umwelt und Wirtschaft

FPÖ-Bundesparteiobmann Hofer: "2020 war schlechtestes Jahr für die Branche seit 33 Jahren – anstehende NoVA-Erhöhung verschärft die Krise noch weiter."

Wie kurzsichtig und falsch die Politik der Bundesregierung in der Coronakrise sei, wurde vor wenigen Tagen von den Vertretern der Automobilbranche eindrucksvoll bestätigt. Die Pkw-Neuzulassungen sind im Vorjahr um ein Viertel eingebrochen. Anstatt der am Boden liegenden Branche mit Aktionen wie einer Umweltprämie oder dem Streichen der NoVA zu helfen, liefere die in diesem Punkt von den Grünen ideologisch angetriebene Regierungspolitik genau das Gegenteil: keine Anreize zum Kauf neuer Fahrzeuge und eine NoVA-Erhöhung/-Einführung für leichte Nutzfahrzeuge ab dem 1. Juli 2021.

Mehr als 300.000 Jobs in Gefahr

FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer: „Mehr als 300.000 Jobs hängen in Österreich direkt an der Automobilwirtschaft. Für die Grünen ist das anscheinend nicht von Bedeutung. Sie wollen Autokäufer weiter zur Kasse bitten. Mit der Einführung beziehungsweise der Erhöhung der Normverbrauchsabgabe NoVA für leichte Nutzfahrzeuge werden Umwelt und Wirtschaft geschädigt. Ohnehin schon durch die Coronakrise gebeutelte Unternehmen, die neue Lieferfahrzeuge oder Pritschenwagen brauchen, müssen ab Sommer noch tiefer in die Tasche greifen. Die Folge wird sein, dass diese Firmen weiter die alten Fahrzeuge verwenden, weil sie sich neue einfach nicht leisten können. Je älter ein Fahrzeug, desto schlechter für die Umwelt.“

Schlechte Aussichten für die nächsten Jahre

Aber nicht nur der Neuwagenmarkt ist eingebrochen. In Gesprächen mit Branchenkennern wurde dem FPÖ-Obmann auch bestätigt, dass die Werkstätten durch die "Lockdowns" des Vorjahres starke Einbrüche hinnehmen mussten. Die Menschen seien weniger oft in die Werkstatt gekommen und hätten nicht so viel reparieren lassen. Die Aussichten für die Branche seien ebenfalls nicht rosig, denn bis 2024 werden durch die Neuberechnung der NoVA nicht nur Nutzfahrzeuge, sondern auch Familien-Autos empfindlich teurer. Hofer: „Die Grünen wollen SUVs bekämpfen, haben ihre Attacke aber auch auf Autos ausgeweitet, die weit weg von Luxus entfernt sind“, kritisiert Hofer und nennt Beispiele wie VW Golf Variant (NoVA 2021: € 113,17 / NoVA 2024: € 807,92), Renault Scenic (NoVA 2021: € 1.316,77 / NoVA 2024: € 1.976,15) oder Ford Galaxy (NoVA 2021: € 3.203,85 / NoVA 2024: € 4.750,—).

NoVA gänzlich abschaffen

Der Automobilbranche müsse Unterstützung angeboten werden, um aus der Krise zu kommen. Hofer plädiert für die gänzliche Abschaffung der NoVA. Dadurch würden Neufahrzeuge günstiger, wodurch mehr Menschen die Chance bekommen, auf ein neues, umweltfreundlicheres Auto umzusteigen. Je mehr alte Autos mit höherem Schadstoffausstoß von den Straßen verschwinden, desto besser für die Umwelt.

Mit "Umweltprämie" alte Stinker loswerden

Als weiteren Anreiz für den Umstieg auf ein modernes Fahrzeug kommt die „Umweltprämie“ ins Spiel. Wer sein altes Fahrzeug verschrotten lässt, um ein neues zu kaufen, soll einen Bonus von 3.000 Euro lukrieren. Wenn der Staat und der Fahrzeughandel dafür jeweils 100 Millionen Euro bereitstellt, dann können so rund 70.000 alte Fahrzeuge mit wirklich schlechten Umweltwerten von den Straßen verbannt werden. Durch die fällige Mehrwertsteuer beim Neukauf der Fahrzeuge würde der Staat übrigens unter dem Strich sogar ein Geschäft machen.

Grüner Amoklauf gegen Autofahrer

Hofer: „Das, was die Grünen hier in Regierungsverantwortung machen, ist nicht mehr als ein Amoklauf gegen Autofahrer. Die ÖVP ist nicht in der Lage, den Koalitionspartner zu einem vernünftigen Zugang zu bewegen – obwohl die eigene Kammer und alle namhaften Vertreter der Branche nur noch den Kopf schütteln.“


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