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27. September 2022 | Energie, Aussenpolitik

Planen die USA Sabotage der europäischen Versorgung mit russischem Gas?

FPÖ-Außenpolitiksprecher Kassegger: "US-Präsident Biden verspricht, dass es die 'Nord Stream 2'-Pipeline bald nicht mehr geben wird."

FPÖ-Außenpolitiksprecher Axel Kassegger.

Foto: FPÖ

Nur wenige Wochen vor Beginn der Heizsaison scheint sich die Versorgungskrise Europas durch russisches Gas zuzuspitzen. US-Präsident Joe Biden erklärte gestern, Montag, vor Journalisten, dass es die „Nord Stream 2“-Pipeline schon bald nicht mehr geben werde. Auf Nachfrage, wie er das meine, zumal diese Pipeline von Deutschland kontrolliert werde, antwortet der US-Präsident: „Ich verspreche ihnen, wir bekommen das hin.“ Schon in dieser Nacht wurden Berichte über einen Druckabfall in den Pipelines „Nord Stream 1“ und „Nord Stream 2“ bekannt – und Insider melden, dass Anschläge der Grund für die Druckabfälle sein könnten. Für den freiheitlichen Energie- und Außenpolitiksprecher Axel Kassegger sind das besorgniserregende Entwicklungen: „Europa kann ohne russisches Gas derzeit bei Weitem nicht auskommen. Mit diesen technischen Defekten in den Pipelines hängt die Versorgung mit russischem Gas am seidenen Faden. Die jüngsten Äußerungen des amerikanischen Präsidenten Biden sind höchst hinterfragenswürdig.“

Teures Fracking-Gas soll billiges Erdgas ersetzen

Seit Beginn der Russland-Sanktionen und der Zusage von Waffenlieferungen an die Ukraine durch die EU sei offensichtlich, dass die USA zu den Gewinnern des Ukraine-Kriegs zählen. „Die EU nabelt sich von russischer Energie ab und will sie durch amerikanisches Fracking-Gas, das mittels umweltschädlicher Frachtschiffe nach Europa kommt, ersetzen. Ein Gas-Embargo ist aktuell noch nicht beschlossen. Es wäre ein Skandal, wenn nun die USA durch mehr oder weniger offen angekündigte Sabotageakte der EU diese Entscheidung 'abnehmen'. Ein Kappen Europas vom russischen Gas würde die europäische Wirtschaft in die Katastrophe stürzen. Wenn die USA sich in dieser Art einmischen, dann muss das Konsequenzen haben“, zeigte sich Kassegger überzeugt.

EU muss für Interessen Europas eintreten

Der freiheitliche Außenpolitiksprecher fordert von der EU daher volle Aufklärung und einen Einsatz für die europäischen Interessen: „Das Interesse Europas kann es nicht sein, dass wir vom russischen Gas abgeschnitten werden. Es ist höchst an der Zeit, dass die EU Druck auf die beiden Kriegsparteien macht, um endlich in ernsthafte Verhandlungen einzutreten, um den Krieg so rasch wie möglich zu beenden.“


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