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EU-Waldstrategie gefährdet Energieversorgung in Europa

FPÖ-EU-Parlamentarier Haider: "Einheitliche Regelungen für völlig unterschiedliche Wälder in Europa sind widersinnig und führen nur zu undurchschaubarer Bürokratie."

„Die geplante Waldstrategie der EU verdeutlicht einmal mehr die schädlichen Effekte einer zentralisierten Regelung aller Lebens- und Wirtschaftsbereiche durch die EU“, kritisierte der freiheitliche Europaparlamentarier Roman Haider den Entwurf für eine einheitliche Waldstrategie durch die EU.

Eingriff in Nationalstaaten unter Umweltschutz-Deckmantel

„Wie unterschiedlich die Wälder in den EU-Mitgliedsstaaten sind, zeigt allein ein Blick auf unser kleines Österreich. Die Landschaftsvielfalt reicht hier von den Ausläufern der pannonischen Tiefebene bis hin zu hochalpinen Räumen“, erklärte Haider. Dementsprechend würden die Wälder seit Jahrhunderten unterschiedlich behandelt und bewirtschaftet. Ein supranationales Gebilde, wie es die Europäische Union ist, könne somit keine effektiven Maßnahmen setzten, um europäische Waldgebiete zu schützen. Vielmehr würde nur eine neue, undurchschaubare Bürokratie für den einzelnen Waldbesitzer und die Förster geschaffen. Unter dem Deckmantel des Umweltschutzes versuche die EU, ihre Kompetenzen zu Lasten der Nationalstaaten auszuweiten und das Subsidiaritätsprinzip zu unterlaufen.

Holz entscheidend für regionale Energieversorgung

„Geradezu paradox ist diese EU-Waldstrategie, da sie die Energieversorgung der EU-Staaten gerade in einer extrem sensiblen und angespannten Situation weiter gefährdet“, zeigte sich Haider höchst besorgt über drohende Verbote und Förder-Entzüge auch für Hölzer aus Schadereignissen wie Sturm und Käfer und andere Waldholz-Sortimente aus Primärwäldern. Holz stelle den größten Anteil an erneuerbarer Energie in Österreich und bilde die Rohstoffgrundlage für 2.400 Nah- und Fernwärmeanlagen und 150 Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen; Holzbrennstoffe stellten im Raumwärmebereich mehr Energie zur Verfügung als Erdgas oder Erdöl. In den letzten Jahren seien im Sinne der Nachhaltigkeit und der Regionalität unzählige Anlagen zur Energiegewinnung aus Holz wie Biomasse-, Hackgut- und Pellets- Heizanlagen oder auch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen entstanden. „Gerade in der regionalen Energieversorgung spielt Holz eine große Rolle. Mit einem Federstrich will die EU all das jetzt zerstören“, ärgerte sich Haider, der durch die aberwitzige Waldstrategie nicht nur die Energieversorgung, sondern mitten in der Wirtschaftskrise auch viele Arbeitsplätze und Know-How auf Weltspitzen-Niveau gefährdet sieht.

EU-Kommission inzwischen größter Feind der Bürger

Die undurchdachten Pläne der EU gefährdeten damit nicht nur die Energieversorgung, sondern auch Waldpflege und nachhaltigen Waldumbau. „Diese Waldstrategie reiht sich nahtlos ein in eine Reihe kontraproduktiver und negativer Pläne der Brüsseler Zentrale. Die Umsetzung dieser Strategie würde großen Schaden für unsere Wälder und unsere Bürger mit sich bringen. Die EU-Kommission ist inzwischen zum größten Feind ihrer eigenen Bürger geworden“, schließt Haider.


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