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13. September 2018 | Zuwanderung

Integrationsbericht belegt: Hoher Anteil der Mindestsicherung geht an Ausländer!

Außenministerin Karin Kneissl präsentierte den Integrationsbericht 2018.

Außenministerin Karin Kneissl hat im Beisein des Expertenrates für Integration den aktuellen Integrationsbericht präsentiert. Das Werk umfasst auf über hundert Seiten sämtliche Daten, die als Querschnittsmaterie zu behandeln sind und über mehrere Themenbereiche führen.

51% der Schüler in Wien haben eine andere Umgangssprache als Deutsch

An Schulen hat rund ein Viertel aller Schüler österreichweit eine andere Umgangssprache als Deutsch. In Wiener Schulen allerdings liegt der Anteil bereits bei 51% - in Neuen Mittelschulen sogar bei 73%. Die Mitglieder des Expertenrates hielten fest, dass die bisherigen Ansätze zur Sprachförderung an Schulen nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt hätten. Man müsse daher neue Maßnahmen in der Sprachförderung erproben und die neu etablierten Deutschförderklassen begleitend evaluieren.

Hälfte aller Mindestsicherungsbezieher 2017 waren Ausländer

Österreich wies 2017 im EU-Vergleich hohe Asylantragszahlen auf. Mit 2,8 Asylanträgen pro 1.000 Einwohner lag Österreich proportional zu seiner Bevölkerung an 5. Stelle aller EU-Mitgliedstaaten. Ein Blick auf die Zahlen zur Bedarfsorientierten Mindestsicherung (BMS) zeigt, dass die Hälfte aller Bezieher 2017 eine ausländische Staatsangehörigkeit aufwies. Unter den ausländischen Staatsangehörigen stellten Asyl- und Subsidiär Schutzberechtigte mehr als die Hälfte (55%) aller BMS-Bezieher.

Außenministerin Kneissl sieht keinen Grund zur Entspannung

Was Zuwanderung und Asyl betrifft, sieht Kneissl keinen Grund zur Entspannung. „Kriege gehen zu Ende, aber Demographie kann man nicht ändern“, so die Ministerin. Bis 2020 würden sich Millionen von Menschen aus Nordafrika auf Arbeitssuche begeben.

Kritisch betrachtet Kneissl außerdem den Rückgang der Deutschkenntnisse bei der zweiten und dritten Generation von Migranten. Verantwortlich dafür sei aber auch der leichtere Zugang zu Medien des Heimatlandes - etwa Privatsender.

Frauen mit Migrationshintergrund sind deutlich seltener erwerbstätig

Der Integrationsbericht befasst sich außerdem schwerpunktmäßig mit der Rolle der Frauen. „Frauen sind der Motor der Integration. Sie nehmen im Integrationsprozess eine besonders wichtige Rolle ein, da sie vor allem in patriarchalen Systemen die Verantwortung für Erziehung und Bildung der Kinder tragen“, so Kneissl. Die Verpflichtung zur Teilnahme an Integrationsprogrammen für Frauen führte zu einer Verdoppelung des Frauenanteils in den Werte- und Orientierungskursen des Österreichischen Integrationsfonds. Frauen mit Migrationshintergrund sind weiterhin deutlich seltener erwerbstätig (59% vs. 71%) und weisen häufiger höchstens einen Pflichtschulabschluss auf als Frauen ohne Migrationshintergrund (28,6% vs. 12,8%).

Das Außenministerium investiert außerdem eine Millionen Euro um das Leid für Frauen, die eine Genitalverstümmelung erleiden mussten, zu mildern. Dabei geht es auch um medizinische Eingriffe.


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